09.05.2026
19. Botschaft
Traumbotschaften und Bewußtseinsimpulse
Ich will euch grüßen mit meiner Energie, die eure Beobachtungsgabe schärfen wird, damit ihr euer Selbst besser verstehen lernt. Achtet darauf, wenn ihr beginnt, die innere Schau regelmäßig zu praktizieren, wie sich eure Gedanken in Form von fokussierten Impulsen oder einer Leichtigkeit gegenüber vorher scheinbar unlösbaren Problemen verändert haben. Nehmt diese Unterschiede in eurer Gedankenqualität sehr genau wahr und ihr werdet die Früchte eurer geistigen Arbeit bald ernten können. Wer seine Saat kennt, kann auch deren Qualität bei der Ernte voraussagen. Ich werde mich in folgender Betrachtung auf die Qualitäten der Tag- und Nachträume konzentrieren, um euch eine der für den Menschen naheliegendsten Quellen für die Selbsterkenntnis zu vermitteln. Dabei möchte ich die Trauminhalte, die aus dem alltäglichen Leben stammen, außen vorlassen und die symbolträchtigen Faktoren und Signale, die darin zu finden sind, in den Vordergrund stellen.
Beginnen möchte ich mit den Impulsen, die bereits am Tag an euch herantreten. Es sind diese, die euch durch eine bestimmte Situation oder ein Ereignis als Gedanke ereilen. Situationen oder Begegnungen mit bestimmten Menschen werden euch oftmals an die bekannte Vergangenheit erinnern oder, wenn sie euch in diesem Leben, aber in einem anderen schon genauso oder ähnlich widerfahren sind, in euch bestimmte Gefühle oder körperliche Empfindungen auslösen.
Nehmen wir als Beispiel an, daß ein Mensch Schwierigkeiten hat, in einen beengten Raum einzutreten. Er kann in diesem Zustand Angst empfinden oder auch körperliche Anzeichen von Unwohlsein bis Panik zeigen. Ursachen können in einer traumatischen Situation entweder im jetzt gelebten Leben oder in einem der Reinkarnationen gefunden werden. Es kann durch ein längst zurückliegendes Geburtstrauma ausgelöst werden, daß sich Menschen in engbegrenzten Räumen unwohl fühlen oder ein Unfall oder eine ähnlich extreme Situation zwang sie, für eine scheinbar unendlich lange Zeit an einem Ort ohne Ausflucht zu verweilen. Wenn dieses Energiemuster einmal so verfestigt ist, daß der Mensch bei jeder ähnlichen Situation in eine panische Stimmung verfällt, so wird es auch eine Zeit dauern, um diese wieder aufzulösen.
Zum einen ist die Erkenntnis darüber ein wichtiger Lösungsimpuls, zum anderen sind es Wege, die diesen Empfindungen entgegenwirken.
Durch bewußtes Aufsuchen solcher Situationen, um daraus gefahrlos hervorzugehen, ist eine Möglichkeit. Wenn es also darum geht, einen bestimmten Raum nicht betreten zu können, sollte es gerade tun, um sich zu vergewissern, daß dadurch keine negativen Folgen für ihn entstehen.
Werden Vorkommnisse im Tagbewußtsein nicht gelöst, geschieht die Ankündigung dafür im Traum. Es können wiederkehrende Motive sein, die dabei verarbeitet werden. Der Verlust eines geliebten Menschen kann ein Auslöser sein, der oft mit einem Schockzustand einhergeht, der verhindert, daß Antworten auf quälende Fragen gefunden werden. Dann, wenn die Menschen erscheinen und im Traum sprechen oder auf etwas hinweisen, ist der Kanal für die Verarbeitung bzw. Lösung eröffnet. Oftmals versteht der träumende Mensch die Botschaft nicht beim ersten Mal, sondern es bedarf mehrerer Anläufe. Hilfreich sind Vorbereitungen vor dem Schlaf, z. B. das Formulieren einer Frage direkt an den Gesprächspartner im Traum. Tut der Mensch dies nicht, werden er und sein Gesprächspartner in einer Passivität verharren, die viele Menschen kennen: Nicht handlungsfähig zu sein, widerfährt ihm oft und er ist traurig oder ärgert sich, nichts getan zu haben oder etwas entgegnen zu können. Dem ist aber nicht unbedingt so. Indem die Sequenz in Gedanken am Tag oder vor dem Schlaf nochmals aufgenommen wird und eine klare Frage in den Übergang zum Schlaf formuliert wird, ändert sich die Szenerie augenblicklich. Wer sich schlecht an Träume erinnern kann, sollte trotzdem ähnlich verfahren und die nötige Geduld aufbringen, bis das Bewußtsein durch die alltäglichen Energien hindurchgedrungen ist.
Erinnert sich der Mensch an seinen Auftrag, die innere Schau regelmäßig zu betreiben, wird es ihm bald möglich sein, seine Empfindungen oder Schockzustände zu überwinden. Gelingt es ihm nicht auf Anhieb, möge er andere Menschen ins Vertrauen ziehen, die ihm dabei helfen, seine Gefühle in bestimmten Situationen zu beobachten, oder ihn dabei unterstützen, die Signale einer Traumsequenz zu verstehen. In jedem Fall sollten diese Gefühle nicht unbeobachtet bleiben, sondern einer Bearbeitung unterzogen werden.
Während diese Darstellung allein auf der Interaktion mit dem eigenen Geistteil beruhte, geschehen auf dieser Realitätsebene parallel viele andere Dinge, die Auslöser für Gedanken und Impulse zur inneren Schau sein können.
Wie die Zusammenarbeit mit anderen Geistteilen in Traumphasen stattfinden kann, möchte ich bei unserem nächsten Treffen erläutern.
All meinen Segen sende ich euch.
Jesias